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JURA-Werkstätten Neumarkt gGmbH sind Partner des „Zentrum berufliche Bildung und Arbeit“ (ZbBA) 26.02.2020

Das gemeinsame Projekt von zehn Lebenshilfe Werkstätten aus Mittelfranken, Oberfranken und der Oberpfalz ist gestartet.

Die JURA-Werkstätte Neumarkt gGmbH sind nicht nur Wirtschaftspartner, sondern auch Bildungsträger. Menschen mit psychischer Erkrankung oder geistiger Behinderung finden hier Möglichkeiten der Qualifizierung für eine Teilhabe am Arbeitsleben. Mit neun weiteren Lebenshilfen konnte zu Anfang dieses Jahres eine Kooperation erreicht und das „Zentrum berufliche Bildung und Arbeit" (ZbBA) in Nürnberg gegründet werden.

Das ZbBA ist ein innovatives Projekt von zehn nordbayerischen Lebenshilfe Werkstätten und fördert die Zusammenarbeit aller beteiligten Werkstätten. Aus Mittelfranken sind Ansbach, Weißenburg, Fürth, Herzogenaurach, Schwabach-Roth, Lauf, Nürnberg und Erlangen vertreten. Aus Oberfranken sind die Forchheimer Werkstätten Teil des Zehnergespanns, die Jura-Werkstätten aus Neumarkt komplettieren den Kreis der Beteiligten.

Uebersichtskarte

Das Projekt ist durch Änderungen im Bundeteilhabegesetz (BTHG) entstanden. Außerdem wollen sich die Werkstätten zukunftsorientierter ausrichten und die Inklusion weiter vorantreiben. Durch das BTHG können die Beschäftigten in den Werkstätten wählen, bei wem sie sich (weiter-)qualifizieren können. Bisher konnten die Beschäftigten nur in den jeweiligen Werkstätten ihre Kenntnisse verbessern. Ab sofort können auch sogenannte „andere Anbieter" für die Weiterbildung gewählt werden. Wir als WfbMs begrüßen diese Wahlfreiheit.

Daher liegt es nahe, das Knowhow und die Erfahrung der Werkstätten zu bündeln. Dadurch können wir neue Angebote für unsere Beschäftigten schaffen. Im ersten Schritt wurde zum Januar 2020 an einem zentralen Ort in Nürnberg (Burgschmietstraße 2-4, 90419 Nürnberg) ein externer Berufsbildungsbereich eingeführt. Dieser steht den Beschäftigten der Werkstätten und (Förder-)Schulabgängern offen, die sich nicht unbedingt in einer Werkstatt sehen. Die Beschulung in diesem externen Berufsbildungsbereich wird bis August 2020 an drei Tagen die Woche erfolgen. An zwei der drei Tagen werden Inhalte aus den Bereichen Betreuung, Montage, Garten und Gastronomie vermittelt. Der dritte Tag der Woche widmet sich Arbeitsbegleitenden Maßnahmen (ABM), sozialen Kompetenzen und Alltagspraxis. Die restlichen beiden Tage sind die Beschäftigten auf Außenpraktikastellen, welche idealerweise wohnortnah sind. Die Begleitung der Außenpraktika übernimmt die jeweilige Werkstatt der Beschäftigten.

Zum September 2020 geht das ZbBA einen Schritt weiter und startet ein reguläres Berufsbildungsjahr mit Eingangsverfahren. Der Unterricht wird voraussichtlich modular aufgebaut werden. So können sich die Beschäftigten nach dem Eingangsverfahren die Berufsbereiche wählen, die ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechend. Ergänzt werden die Module durch einen verpflichtenden Tag an ABMs und den Außenpraktika.

Der externe Berufsbildungsbereich und die Außenpraktika können den Beschäftigten den Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt erleichtern. Außerdem kann so eine Alternative zu einer Beschäftigung im regulären Werkstattbetrieb gegeben werden.

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